Suchbewegungen in die Professionalität - Diskriminierungskritik in Kunst und Sozialem

Movements in Search of Professionalism, a Criticism of Discrimination in Art and Social Contexts

3. und 4. Februar 2022

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Die HKS Ottersberg hat für das Programm „Eine Uni – ein Buch" vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag eine Förderung erhalten. Alle Hochschulen in Deutschland waren eingeladen, ein Buch zu bestimmen, über das ein Semester lang in unterschiedlichen Formaten geredet und debattiert werden soll. Unsere Hochschule hat sich in einem hochschulöffentlichen Prozess für das Buch „exitRACISM" von Tupoka Ogette entschieden.

Das Buch eignet sich als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der Allgegenwärtigkeit von Rassismus in besonderer Weise. Es führt grundlegend und allgemeinverständlich in die Geschichte, in Strukturen und gesellschaftliche Zusammenhänge von strukturellem Rassismus sowie in Aspekte rassistischen Sprechens und Handelns und deren Auswirkungen auf Betroffene ein. Darüber hinaus stößt es immer wieder Reflexionsprozesse an und lädt insbesondere weiße Menschen, die keine persönlichen Erfahrungen mit Rassismus machen, dazu ein, sich mit Zeugnissen von Betroffenen auseinanderzusetzen, die eigene Alltagswelt in anderer, für Rassismus sensibilisierter Art wahrzunehmen und zu reflektieren.

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Buch „exit Racism" von Tupoka Ogette, möchten wir nun eine Online-Tagung am 3. und 4. Februar 2022 mit Vorträgen, Workshops sowie künstlerischen Formaten veranstalten.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten! Bitte melden Sie sich unter eueb@hks-ottersberg.de an, Sie erhalten dann den Raum-Zugang. Die Workshop-Plätze werden zunächst hochschulintern vergeben, ggf. freie Plätze können ab dem 26. Januar besetzt werden. 

Programm 3. Februar

9.45 bis 10.15 Uhr 
Begrüßung

10.15 bis 11.45 Uhr 
Keynote: Rassismuskritik in Schule und Gesellschaft
Prof. Dr. Karim Fereidooni

12 bis 13.15 Uhr 
Doing Hair. Zwischen Performance, Selbstermächtigung & Kritik
Antonya Silva

14 bis 15.30 Uhr 
Happyland, Happy-Diversity und Happy-HKS?
Gleichstellungs-AG der HKS Ottersberg und Marie Gerwing

15.45 bis 17.15 Uhr 
Workshops
Josephine Apraku + tba
hochschulintern - bei freien Plätzen Anmeldung für Externe ab 26.1. möglich (E-Mail-Adresse folgt)

17.30 bis 18 Uhr
informeller Austausch

18 Uhr 
Room 26
Basta Theatre Berlin 

© privat

10.15 bis 11.45 Uhr 
Keynote: Rassismuskritik in Schule und Gesellschaft
Prof. Dr. Karim Fereidooni

In seinem Vortrag geht Prof. Dr. Karim Fereidooni sowohl auf ausgewählte Ergebnisse seiner Dissertation mit dem Titel „Rassismuserfahrungen im Lehrer*innenzimmer" als auch auf Studien zum Thema „Rassismus im Klassenzimmer" ein. Im Fokus des Vortrags steht die folgende Frage: „Warum ist es nach wie vor schwierig über Rassismus(erfahrungen) in Gesellschaft und Schule zu sprechen?"

Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen
Bildung an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Rassismuskritik in
pädagogischen Institutionen, Schulforschung und Politische Bildung in der
Migrationsgesellschaft und Diversitätssensible Lehrer*innenbildung. Weitere Informationen auf www.sowi.rub.de/sowifd und www.karim-fereidooni.de

Darüber hinaus berät Prof. Dr. Karim Fereidooni die Bundesregierung in dem
Kabinettsausschuss der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und
Rassismus sowie im Unabhängigen Expert*innenkreis Muslimfeindlichkeit des
Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Ferner berät Professor Fereidooni das
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans
Integration zum Thema Integration durch Bildung. Auf Einladung von Bundeskanzlerin Merkel
hat Professor Fereidooni den 13. Integrationsgipfel der Bundesregierung am 09.03.2021 mit
einer Keynote zum Themenfeld „Diversität gestalten, Teilhabe und Partizipation fördern:
Erfolgsfaktoren für Zusammenwachsen und Zusammenhalt" eröffnet.

Sollten Sie eine*n Gebärdensprachdolmetscher*in benötigen, können wir Ihnen für die beiden Hauptvorträge von Prof. Dr. Karim Fereidooni und Dr. Francis Seeck eine Dolmetschung in die deutsche Gebärdensprache anbieten. Bitte melden Sie sich unter eueb@hks-ottersberg.de bis zum 26. Januar 2022 bei uns.

 

© privat

12 bis 13.15 Uhr
Doing Hair. Zwischen Performance, Selbstermächtigung & Kritik
Antonya Silva

Warum ist die Zeit, die Schwarze Frauen mit ihren Haaren verbringen, politisch? Wieviel Selbstbestimmung bleibt Schwarzen Körpern auf der Bühne vor einem weißen Publikum? Was lässt sich im performativen Aufführungsraum herausarbeiten, was im alltäglichen unsichtbar bleibt? In ihrer künstlerischen Arbeit begreift Antonya Silva Afrohaare als Schnittstelle intersektionaler Erfahrungen und nutzt diese als Aushandlungsfläche von Machtverhältnissen - und Identitätsfragen. Mit Ausschnitten aus ihrer Performance "23040 Stunden" gibt sie Einblicke in die Fragen, Gedanken und Auseinandersetzungen, welche sie in ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Praxis bewegen. Performance versteht sie dabei als Möglichkeit, um nach Momenten der Kritik und Selbstermächtigung zu suchen.

Antonya Silva absolvierte ihr Bachelorstudium in Kunsttherapie und Kunstpädagogik an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg mit dem Schwerpunkt auf Tanz im Sozialen. Im Anschluss studierte sie Performance Studies an der Universität Hamburg. Sie bewegt sich im Bereich Bildung und Vermittlung mit dem Schwerpunkt auf Empowerment, Intersektionalität und Dekolonialisierung. Ihr künstlerisches Handeln versteht sie als Befragen von Machtverhältnissen, worin sie sich mit Formen der subtilen Gewalt sowie des Widerstandes beschäftigt, welche sich in marginalisierte Körper einschreiben.

© privat

14 bis 15.30 Uhr
Happyland, Happy-Diversity und Happy-HKS?
Gleichstellungs AG der HKS Ottersberg und Marie Gerwing

Es ist einiges in Bewegung. An der HKS Ottersberg wurde im vergangenen Jahr möglicherweise öfter das Wort „Rassismus" gesagt, als zusammengezählt in den Jahren, seit es die Hochschule gibt. In dem Bestreben, ein gerechteres und sensibleres Miteinander zu gestalten, ist vielen bewusst geworden, wie sehr wir alle in gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse verstrickt sind und diese auch ungewollt und unbewusst reproduzieren. Rassismus und weitere Diskriminierungsformen als solche zu erkennen und zu benennen, ist ein wichtiger erster Schritt hin zu struktureller Veränderung.

Diversitäts- und Gleichstellungspolitiken in ihren unterschiedlichsten Formen sollen Diskriminierung im Hochschulkontext entgegenwirken und mehr Chancengleichheit schaffen. Doch was, wenn sie vor allem an der Oberfläche arbeiten? Kann hierdurch Ungerechtigkeit vielleicht sogar verstärkt oder vertuscht werden? In der Annahme, dass das Sprechen über Diskriminierung in Institutionen mit vielen Fallstricken verbunden ist, wollen wir einen Blick auf die vielseitigen Verstrickungen werfen: Ob alltägliches Othering, schräge Narrative, koloniale Kontinuitäten, epistemische Gewalt oder ungerechte Sprache – sie kommen selten allein und sind immer miteinander verwoben.

Wir möchten mit diesem Format einen Raum schaffen, in dem wir aus unseren unterschiedlichen Positionen heraus auf die HKS schauen und uns Fragen: Wie bewegen wir uns als Hochschulangehörige und -verbundene innerhalb dieser komplexen Verstrickungen? Was hat sich getan und was bleibt noch verborgen? Nach einem thematischen Input von Marie Gerwing möchten wir als Gleichstellungs-AG und Hochschulangehörige miteinander und mit euch ins Gespräch kommen.

© privat

15.45 bis 17.15 Uhr 
Workshops 
Jospehine Apraku + tba

Im Kurzworkshop, der im Rahmen des Black History Month stattfindet,
befassen wir uns mit der Intersektionalität Schwarzer feministischer
Kämpfe. Dafür werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, um Bezüge zu
gegenwärtigen Kämpfen zu erkennen.

Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftler*in und Referent*in für
intersektionale rassismuskritische Bildungsarbeit. Als Lehrbeauftragte*r hat Josephine Apraku unter anderem an der Alice Salomon Hochschule und der Humboldt-Universität zu Berlin unterrichtet und als Kolumnist*in für Magazine wie EDITION F und Missy Magazine geschrieben.

 

© privat

18 Uhr 
Room 26
Basta Theatre Berlin

The interactive performance "Room 26" comes to break the restrictions and transmit the Palestinian voice imprisoned in the occupational political prisons, from Palestine in Ramallah to the wall of Acre and recently in the streets of Berlin, Germany. Aiming to regain the voice of Palestinians in all the streets of the world .

Basta Theatre, in partnership with international comrades, for the first time, marched through the streets of Berlin carrying the weight of the prison cell "Room 26". In this interactive performance, a small part of the practices of the Zionist occupation and its agents against the Palestinians are exposed. The performance is not a theatrical show, but rather a real arrest operation, from which we come out with bruises and wounds. It is a painful performance that carries screams of oppression and anger. You can see it from the faces of those who actively witnessed the realistic performance on the ground.

Room 26 comes as part of Basta Theatre's "The Room" series of performances launched in 2020 that aims to expose the brutality of political prisons in Palestine, and all around the world. It calls for freedom for all political prisoners wherever they are.

Basta Theatre is an independent artistic cooperative that was launched in Jerusalem in 2015 with the efforts of a young group of artists and activists gathered, touring its artistic community-based performances and interventions in neighborhoods, markets and public spaces in Palestine and abroad. It aims to provide a safe and supportive environment for the creativity of Palestinian youth in various fields, and to employ it to bring art closer to people and their daily subjects and to contribute to enhancing awareness and dialogue on artistic, cultural, social, and political issues. The active community base of Basta Theatre collective is formed through collective, artistic and community work, which aims to ensure a greater margin of independence for artistic work and broaden the community involved in its creation and development.

Programm 4. Februar

10 Uhr 
Begrüßung

10.15 bis 11.15 Uhr 
Keynote: Class Matters. Klassismus in der Kultur- und Sozialen Arbeit begegnen
Dr. phil. Francis Seeck 

11.30 bis 13 Uhr 
The Transformative Body: Intersections of identity, activism and healing
Nabila Badirou (vor Ort)
Nora Amin (vor Ort/englisch)
Mitkollektiv (digital/englisch/max. 16 Teilnehmende)
hochschulintern - bei freien Plätzen Anmeldung für Externe ab 26.1. möglich (E-Mail-Adresse folgt)

14.30 bis 15.30 Uhr 
Wrap up 

© privat

10.15 bis 11.15 Uhr 
Keynote: Class Matters. Klassismus in der Kultur- und Sozialen Arbeit begegnen
Dr. phil. Francis Seeck 

Sollten Sie eine*n Gebärdensprachdolmetscher*in benötigen, können wir Ihnen für die beiden Hauptvorträge von Prof. Dr. Karim Fereidooni und Dr. Francis Seeck eine Dolmetschung in die deutsche Gebärdensprache anbieten. Bitte melden Sie sich unter eueb@hks-ottersberg.de bis zum 26. Januar 2022 bei uns.

© HKS Ottersberg

11.30 bis 13 Uhr 
Workshop 
Nabila Badirou 

 

 

© privat

11.30 bis 13 Uhr
Workshop: The Transformative Body: Intersections of identity, activism and healing
Nora Amin

A workshop conducted by Nora Amin that reflects on the identity of the performing body as an intersectional field where the powers of patriarchy, political authority and coloniality meet. Nora Amin offers her perspective on the performing body as a transformative body that has agency not only to represent, but to criticise, resist, advocate, decolonise and - ultimately - heal. The notion of a transformative performing body is specifically applied to the dancing body while inviting all participants to contemplate their own experiences of oppression and of liberation, as a examples of how arts are primarily rooted within the claiming of self expression, social justice and socio-political actions. An opportunity to re-visit the stigma that imposes borders between art making from activism, and between performance and political actions.

Nora Amin: Egyptian performer, choreographer, theatre director & author living in Berlin. In her choreographic work and in her writing/research, she adopts a feminist perspective and searches for personal authorships and signatures that can transform dance/performance into either a political medium of resistance or a field of intersectional healing. Throughout her work, she uses critical discourse to dismantle colonial patterns recycled in dance pedagogy and knowledge, or to construct an authentic choreographic language that reflects on the journey of identity through oppression, objectification and shaming. Her most recent book, Dance of the Persecuted, reconstructs the history of Baladi dance in Egypt from a feminist perspective linking coloniality with capitalism and patriarchy.

© privat

11.30 bis 13 Uhr 
Workshop
Mitkollektiv

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Mappenkurs

In unserem Mappenkurs werden Sie in intensiver Betreuung an die Erstellung einer thematischen Mappe herangeführt. An vielen Terminen können Sie direkt im Anschluss eine Aufnahmeprüfung ablegen. Mehr Infos / Anmeldung

Vorlesungszeiten

 
2021/22 Wintersemester 
01.09.2021 – 28.02.2022
Vorlesungszeit: 20.09.2021 – 17.12.2021, 
10.01. 022 – 11 02.2022 
Weihnachtsferien: 18.12.2021 – 09.01.2022
Vorlesungsfrei: 12.02.2022 – 13.03.2022

2022 Sommersemester
01.03.2022 – 31.08.2022
Vorlesungszeit: 14.03.2022 – 15.07.2022 
Vorlesungsfrei: 16.07.2022 – 25.09.2022 
Niedersächs. Sommerferien: 14.07.2022 – 24.08.2022

2022/23 Wintersemester 
01.09.2022 – 28.02.2023
Vorlesungszeit: 26.09.2022 – 16.12.2022 
09.01.2023 – 17.02.2023 
Weihnachtsferien: 17.12.2022 – 08.01.2023
Vorlesungsfrei: 18.02.2023 – 12.03.2023 

2023 Sommersemester
01.03.2023 – 31.08.2023
Vorlesungszeit: 13.03.2023 – 14.07.2023
Vorlesungsfrei: 15.07.2023 – 17.09.2023 

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 8 - 22 Uhr im Sommersemester
Mo. - Fr. 8 - 21 Uhr im Wintersemester
Sa. 10 - 18 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
Vorlesungsfreie Zeit: siehe jeweiliger Aushang
Formulare/Fristen

Antrag auf Reimmatrikulation

Anträge für Beurlaubung und Exmatrikulation finden Sie jetzt auf Stud.IP

 

Tag der offenen Tür

Ende April 2022 
Studienberatung

Studentische Studienberatung für an der HKS Immatrikulierte (online)
Katrin Griebl
mittwochs 14 - 15.30 Uhr
 
Beratung für internationale Studierende

Frau Ping Qiu
(Beratung für chinesische Studierende)
Alle 14 Tage Mittwochs von 10 – 12 Uhr

Allgemeine Studienberatung/Bewerbungsverfahren

Mo, Mi: 10 bis 14 Uhr
Fr: 14 bis 16 Uhr

Ingrid Engelhardt
ingrid.engelhardt@hks-ottersberg.de
Tel. 04205 . 3949-36

 

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Farida Fares
donnerstags, 14 bis 15.30 Uhr
oder nach Absprache
Büro Elke Holsten
Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch
PIZ-Büro: farida.fares@studi.hks-ottersberg.de

Hier geht es zum Login für die Datenbank:
LOGIN

Mehr Informationen zum PIZ hier

© Finn Klammer
© Johanna Müller

Suchbewegungen in die Professionalität - Diskriminierungskritik in Kunst und Sozialem

3. und 4. Februar 2022

Online-Tagung am 3. und 4. Februar

Raunen

Eröffnung: 28. Januar, 18 Uhr

Ausstellung von Finn Klammer im level one Hamburg

Forum Positionen>

jeden zweiten Montag, 18.05 Uhr

© Wenke Wollschläger
© privat

Narrative Recherche

Seminar mit Michael Uhl (Regie & Narrative Recherche)

Institut für Kunsttherapei und Forschung Das Institut für Kunsttherapie und Forschung, Kunst und Theater im Sozialen ist ein Ort der Begegnung von Kunst, Theater, Therapie und wissenschaftlicher Forschung.
Hochschule für Künste im Sozialen (HKS)

Am Wiestebruch 68
28870 Ottersberg

Tel.: 04205 - 39 49 0
Fax: 04205 - 39 49 79

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www.hks-ottersberg.de

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