Szenographien des Subjekts

Projektleiterin: Prof. Dr. Céline Kaiser

Projektlaufzeit: 01.06.2013 – 30.11.2015

 

1. Hintergrund

Ausgangspunkt des Forschungsprojekts war der Befund, dass Theorien und Modelle der Subjektivierung häufig auf Szenen und Szenisches zurückgreifen. Diesen Zusammenhang wissenschaftliche zu reflektieren und notwendigerweise an einer Theorie der Szene zu arbeiten, gehörte zu den Zielen des interdisziplinären Nachwuchswissenschaftlernetzwerks.

 

2. Projektthema

Das Nachwuchswissenschaftlernetzwerk untersuchte, welchen Anteil das Szenische an Theorien und Praktiken der Subjektbildung hat.

 

3. Zielorientierung

Das Netzwerk fokussierte Fragen, welchen Anteil das Szenische an der Konstitution von Subjekten hat. Untersucht werden sollten philosophische, soziologische und künstlerische Artefakte, in denen und durch die ein Ich konzipiert und generiert wird. Theorien der Subjektivation (von Descartes über Althusser bis zu Butler) sind auf die Prägnanz und Struktur bildende Kraft von Szenen angewiesen. Mehr noch, sie können als Szenographien gelesen werden: Sie sind Vorschriften für die (richtige) Ausbildung von Subjektivität, ohne dass Begriff oder Modell der Szene explizit reflektiert würden. Ausgehend von der These, dass Szenen historisch spezifische Medien mit epistemischer Prägekraft sind, untersuchte das Netzwerk die Bedingungen und Vollzugsformen von Subjektbildung: Welche inszenatorischen Elemente sind an der Subjektbildung beteiligt? Welche Raumformen, Beobachtungsinstanzen und Wahrnehmungskonstellationen bedingen und konturieren diesen Prozess? Welches Wissen von und über Subjekte wird darin produziert? Ziel des Netzwerks war neben der Erarbeitung eines interdisziplinären Konzepts des Szenischen die kultur- und medienwissenschaftliche Erweiterung zeitgenössischer Subjekttheorien. Das Forschungsnetzwerk untersuchte die Verschränkung von Prozessen der Subjektivierung und deren szenische Figurationen. Dabei sollten zum einen Theorien der Subjektivation auf ihre szenische Organisation hin gelesen werden: Wie bestimmen szenische Anordnungen Theoriemodelle der Subjektivierung? Zum anderen sollten – ausgehend von einer interdisziplinären Theorie der Szene –Analysen von künstlerischen, politischen und ökonomischen Praktiken der Subjektivierung durchgeführt werden.

 

4. Teilnehmer_innen

Zu dem DFG-Nachwuchswissenschaftlernetzwerk gehörten als ständige Mitglieder Prof. Dr. Robin Curtis (HHU Düsseldorf), Dr. Adam Czirak (FU Berlin), Dr. Lars Friedrich (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Barbara Gronau (UdK Berlin), Prof. Dr. Karin Harrasser (Universität der Künste, Linz), Prof. Dr. Céline Kaiser (HKS Ottersberg), Prof. Dr. Sven Opitz (Universität Marburg), Prof. Dr. Katja Rothe (UdK Berlin), Dr. habil. Leander Scholz (IKKM Weimar) und Dr. Ute Tellmann (Universität Hamburg).

 

5. Angaben zur Durchführung

Das DFG-Nachwuchswissenschaftlernetzwerk traf sich im Laufe des Förderzeitraums insgesamt zu fünf wissenschaftlichen Workshops/Tagungen zu folgenden Themenschwerpunkten: 1. Workshop »Das Subjekt tritt auf« (14.-15. Juni 2013, Bochum, Organisation: Céline Kaiser); 2. Workshop »Szenographien der De-/Subjektivation« (10.-11.04.2014, Berlin, Organisation: Adam Czirak, Barbara Gronau); 3. Workshop »Szenische Evidenz« (10.10.-12.10.2015, Linz/Österreich, Organisation: Karin Harrasser); 4. Workshop »Schauplatz Subjektivation« (10.-12. April 2015, Hamburg, Organisation: Céline Kaiser, Sven Opitz, Ute Tellmann); 5. Workshop »Szenographien des Subjekts« (10.2015, Düsseldorf, Organisation: Robin Curtis).

 

6. Kooperationspartner

Die Treffen des Netzwerks fanden in Kooperation mit verschiedenen Institutionen und mit einer Reihe von Gastreferenten statt. Kooperationspartner: Prof. Dr. Friedrich Balke, Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum; DFG Graduiertenkolleg Das Wissen der Künste (UdK Berlin); das Ungarische Kulturinstitut Collegium Hungaricum; IFK Wien/Linz. Externe Gastreferenten waren: Workshop 1: Prof. Dr. Juliane Vogel, Universität Konstanz; Workshop bzw. Tagung 2: Prof. Dr. Jürgen Brokoff, FU Berlin, Prof. Dr. Reinhold Görling, HHU Düsseldorf, Dr. Claude Haas, ZFL Berlin, John von Düffel, UdK Berlin, Dr. Franziska Thun-Hohenstein, ZLF Berlin, Tanja Pröbstl, LMU München, Dr. Rosemarie Brucher, Visiting Assistant Professor, NYU, Dr. Kata Krasznahorkai, Universität Zürich; Workshop 3: Prof. Dr. Günther Heeg, Universität Leipzig, Prof. Dr. Helmut Lethen, IFK Wien/Linz, Sarah Sander, M.A., Linz; Workshop 4: PD Dr. Andreas Pettenkofer, Universität Erfurt, Prof. Dr. Heiner Wilharm, Fachhochschule Dortmund. Der fünfte und letzte Workshop fand ohne externe Referenten statt und widmete sich der internen Diskussion der Abschlusspublikation »Szenographien des Subjeks«.

 

7. Weiterführende Perspektive des Projektes

Das DFG-Nachwuchswissenschaftlernetzwerk wird mit mehreren Insgesamt hat das Das Projekt hat einen Beitrag zur Entwicklung einer Theorie der Szene sowie zu aktuellen Subjekttheorien geleistet.
Publikationen die Ergebnisse der Forschungsarbeit in die weitere wissenschaftliche Debatte einführen. Eine Reihe von Folgeprojekten von einzelnen Netzwerkmitgliedern sind geplant. Publikationen: Barbara Gronau, Adam Czirak (Hrsg.): Gewaltsames Wissen. Szenographien der Desubjektivierung, Schriftenreihe Das Wissen der Künste, Fink Verlag: Paderborn: im Erscheinen (2016). Lars Friedrich, Karin Harrasser, Céline Kaiser (Hrsg.): Szenographien des Subjekts. Wiesbaden: Springer Verlag: in Vorbereitung (2017). Lars Friedrich, Karin Harrasser, Céline Kaiser (Hrsg.): The Scene of Subjectivity. Constructions and Performances of the Self. [engl. Ausgabe] Wiesbaden: Springer Verlag: in Vorbereitung (2017). Céline Kaiser: Szenisches Verstehen. Vandenhoek & Ruprecht: in Vorbereitung (2017).

Diese Seite mit Freunden teilen:

Die HKS auf facebook und Instagram
Mappenkurs

In unserem Mappenkurs werden Sie in intensiver Betreuung an die Erstellung einer thematischen Mappe herangeführt. An vielen Terminen können Sie direkt im Anschluss eine Aufnahmeprüfung ablegen. Mehr Infos / Anmeldung

Vorlesungszeiten

 
2021/22 Wintersemester 
01.09.2021 – 28.02.2022
Vorlesungszeit: 20.09.2021 – 17.12.2021, 
10.01. 022 – 11 02.2022 
Weihnachtsferien: 18.12.2021 – 09.01.2022
Vorlesungsfrei: 12.02.2022 – 13.03.2022

2022 Sommersemester
01.03.2022 – 31.08.2022
Vorlesungszeit: 14.03.2022 – 15.07.2022 
Vorlesungsfrei: 16.07.2022 – 25.09.2022 
Niedersächs. Sommerferien: 14.07.2022 – 24.08.2022

2022/23 Wintersemester 
01.09.2022 – 28.02.2023
Vorlesungszeit: 26.09.2022 – 16.12.2022 
09.01.2023 – 17.02.2023 
Weihnachtsferien: 17.12.2022 – 08.01.2023
Vorlesungsfrei: 18.02.2023 – 12.03.2023 

2023 Sommersemester
01.03.2023 – 31.08.2023
Vorlesungszeit: 13.03.2023 – 14.07.2023
Vorlesungsfrei: 15.07.2023 – 17.09.2023 

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 8 - 22 Uhr im Sommersemester
Mo. - Fr. 8 - 21 Uhr im Wintersemester
Sa. 10 - 18 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
Vorlesungsfreie Zeit: siehe jeweiliger Aushang
Formulare/Fristen

Antrag auf Reimmatrikulation

Anträge für Beurlaubung und Exmatrikulation finden Sie jetzt auf Stud.IP

 

Tag der offenen Tür

Ende April 2022 
Studienberatung

Studentische Studienberatung für an der HKS Immatrikulierte (online)
Katrin Griebl
mittwochs 14 - 15.30 Uhr
 
Beratung für internationale Studierende

Frau Ping Qiu
(Beratung für chinesische Studierende)
Alle 14 Tage Mittwochs von 10 – 12 Uhr

Allgemeine Studienberatung/Bewerbungsverfahren

Mo, Mi: 10 bis 14 Uhr
Fr: 14 bis 16 Uhr

Ingrid Engelhardt
ingrid.engelhardt@hks-ottersberg.de
Tel. 04205 . 3949-36

 

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Farida Fares
donnerstags, 14 bis 15.30 Uhr
oder nach Absprache
Büro Elke Holsten
Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch
PIZ-Büro: farida.fares@studi.hks-ottersberg.de

Hier geht es zum Login für die Datenbank:
LOGIN

Mehr Informationen zum PIZ hier

© privat
© Johanna Müller
Lukas Bleyer

15 Zoll performativ erleben

30. November und 14. Dezember

Forum Positionen>

jeden zweiten Montag, 18.05 Uhr

kunst : voll vernetzt

24. Oktober bis 19. Dezember 2021

Eröffnung: 24. Oktober 2021, 15:30 Uhr

© privat
© Michael Uhl
© HKS Ottersberg

Kreative Agilität

Internationales Projekt im Rahmen des Programms „Erasmus+"

Bunt statt Schwarz-Weiß

Studierende der HKS Ottersberg haben im Sommer 2021 die Unterführung am Bahnhof Ottersberg neu gestaltet.

Institut für Kunsttherapei und Forschung Das Institut für Kunsttherapie und Forschung, Kunst und Theater im Sozialen ist ein Ort der Begegnung von Kunst, Theater, Therapie und wissenschaftlicher Forschung.
Hochschule für Künste im Sozialen (HKS)

Am Wiestebruch 68
28870 Ottersberg

Tel.: 04205 - 39 49 0
Fax: 04205 - 39 49 79

info@hks-ottersberg.de
www.hks-ottersberg.de

Icon Facebook Besuchen Sie uns auch auf facebook!

gefördert durch Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Login Intranet

powered by webEdition CMS