Selbstportraits beim Tag der offenen Tür; © Wenke Wollschläger

Kunst im Sozialen.
Kunsttherapie (B.A.)

Kunsttherapie ist eine bewährte Therapieform, die sich durch den Einsatz verschiedener künstlerischer Medien auszeichnet. Ihr therapeutisches Potenzial liegt in der Erweiterung der Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit begründet. Sie ermöglicht durch künstlerisches Handeln das Erproben und Entwickeln individueller Ausdrucksmöglichkeiten. Damit unterstützt sie gezielt die Ressourcenaktivierung und aktive Problembewältigung.

Für die Anwendung der Kunsttherapie in unterschiedlichen therapeutischen und pädagogischen Berufsfeldern hat sich ein breites Spektrum an Interventionsansätzen entwickelt. Die Arbeitsfelder erstrecken sich von klinisch-medizinischen über sozial- und (heil-)pädagogische Bereiche bis hin zur künstlerisch-therapeutischen Projektarbeit in soziokulturellen Kontexten. Zunehmend finden künstlerisch-therapeutische Angebote auch in Unternehmen eine Anerkennung.

© HKS Ottersberg

Das Studium

Das Bachelorstudium Kunst im Sozialen. Kunsttherapie und Kunstpädagogik ist ein grundständiges wissenschaftliches Studium, das zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führt. Es zielt auf die Herausbildung eines vielseitigen Kompetenzprofils. Im Sinne der interdisziplinären Ausrichtung qualifiziert es für die künstlerisch-therapeutische Arbeit mit Menschen aller Altersstufen in verschiedenen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens. Zugleich bereitet es auf die forschende Tätigkeit im späteren Praxisfeld vor.

Das vierjährige Studium bietet als Grundqualifikation eine fundierte künstlerische Ausbildung. Parallel vermittelt es Fachkenntnisse und aktuelles Wissen in den Grund- und Bezugswissenschaften des Fachs, wie Medizin, Psychologie und Psychotherapie, Kultursoziologie, Erziehungs- und Kunstwissenschaft. Aufbauend darauf lernen die Studierenden berufsfeldbezogen künstlerisch-therapeutische Methoden und Verfahren und deren Einsatz in unterschiedlichen Settings der Einzel-, Gruppen- oder Familientherapie kennen. Zukünftig kann auch der Studienschwerpunkt: „Systemisch orientierte Kunsttherapie“ gewählt werden. 

Das Profil des Studiengangs Kunst im Sozialen. Kunsttherapie an der HKS Ottersberg zeichnet sich durch den Erwerb künstlerischer Handlungskompetenz aus. Diese wird mit grundlagentheoretischen und schulen-übergreifend therapeutischen Inhalten fundiert. 

Das modulariserte Studium bietet eine praxisnahe Aneignung aktueller Ansätze, Modelle und Interventionsmethoden für die spätere Tätigkeit. Wesentlich für die Hochschule ist eine methodisch breitgefächerte Lehre. Die wissenschaftlich-interdisziplinäre Sicht auf therapeutische und künstlerische Prozesse und deren Spannungsfelder soll die Herausbildung berufsfeldbezogener Kompetenzen befördern. Gruppen- und projektorientierte Lehr- und Lernformen unterstützen und stärken zudem die Entwicklung von Kommunikations- und Teamfähigkeit (Soziale und Beziehungskompetenz) im Studium. 

Insgesamt qualifiziert das Studium für die kunsttherapeutische Tätigkeit in verschiedenen klinischen, (heil-) pädagogischen und weiteren sozialen Praxisbereichen und bietet weiterführend den Zugang zu Masterstudiengängen, die in spezialisierte berufliche Anwendungsfelder führen.     

Nach Abschluss des Bachelorstudiums Kunst im Sozialen. Kunsttherapie kann konsekutiv das einjährige Masterstudium Kunst und Theater im Sozialen (M.A.) an der HKS belegt werden.

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Forschung

Eine große Aufmerksamkeit in der akademischen Ausbildung liegt in der engen Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis. Entsprechend unterhält die Hochschule seit über zehn Jahren ein eigenes Institut für Kunsttherapie und Forschung (www.kunsttherapieforschung.de)

Seit 2016 baut die Hochschule einen innovativen Forschungsschwerpunkt zum Thema: „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ auf, gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Dieser Schwerpunkt führt die erfolgreiche inter- bzw. transdisziplinäre Ausrichtung von Forschungsprojekten in der Kunsttherapie und die Vielfalt künstlerischer Entwicklungsprojekte der Hochschule fort.

Auch engagiert sich die HKS in der Mitte 2017 gegründeten wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien, die ein Meilenstein auf dem Wege der weiteren Professionalisierung des Fachs darstellt.

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Kunsttherapie bzw. Künstlerische Therapien sind heute in klinischen Behandlungsprogrammen fest etabliert (stationär, teil-stationär, ambulant). Hier sind sie zumeist in interdisziplinäre Konzepte bzw. multiprofessionelle Teams integriert (z.B. in der Onkologie, Pädiatrie, Innere Medizin, Neurologie, Geriatrie, Palliativmedizin, Schmerztherapie, Anthroposophische Medizin). Darüber hinaus arbeiten Kunsttherapeut_innen vor allem in Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, in Fachkliniken für Kinder und Jugendliche oder in Rehabilitationskliniken.

Weitere anerkannte Tätigkeitsbereiche für Kunsttherapeut_innen sind heilpädagogische, sozialpädagogische und sozialtherapeutische Einrichtungen. Zu den Anwendungsbereichen gehören hier z.B. die Sozialtherapie in der Justizvollzugsanstalt, die Atelierarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf, die systemische Familientherapie und -beratung, die Arbeit mit sozial Benachteiligten und Geflüchteten. In den verschiedenen (heil-)pädagogischen Feldern arbeiten Kunsttherapeut_innen weitgehend eigenverantwortlich im Rahmen institutioneller und rechtlicher Vorgaben.  

Schließlich hat die Kunsttherapie, speziell die Projektarbeit, einen wichtigen Stellenwert im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention gewonnen. Hier unterstützt sie insbesondere die Herausbildung eines erweiterten Verständnisses von Integration und Inklusion.

Ansprechpartner/in
Ariane Weidemann
T 04205-3949-33
E-Mail

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Bewerbung

Das Studium „Kunst im Sozialen. Kunsttherapie und Kunstpädagogik" kann jeweils zum Sommersemester und zum Wintersemester begonnen werden. Während eines Semesters werden dreimal Zulassungsprüfungen für das darauffolgende Semester durchgeführt.

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Auf einen Blick
  • Studiendauer: 8 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Arts
  • eigener Atelierplatz während des gesamten Studiums
  • enge Betreuung durch Dozierende aus der künstlerischen Praxis
  • familiäre Atmosphäre in kleinen Klassen
  • forschungsnahe Lehre 
Lehrende

Im Studiengang Kunst im Sozialen. Kunsttherapie und Kunstpädagogik unterrichten zahlreiche Dozent_innen aus der künstlerischen, wissenschaftlichen und forschenden Praxis. Mehr Infos

Berufsfelder
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • pädagogische Einrichtungen
  • Gesundheitswesen
  • soziale Institutionen
  • Kinder-, Jugend- und Altenhilfe
  • Inklusionsprojekte
  • Arbeit mit Geflüchteten
  • Museen und Kunsthäuser
Modulübersicht

Im Studienverlaufsplan erhalten Sie eine Übersicht über die Inhalte der einzelnen Module und die zu erwerbenden Credit Points.
Mehr (pdf)

Gebühren

Es fallen Studiengebühren an. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Vorlesungszeiten

2018 Sommersemester:
01. März 2018-31. August 2018

Vorlesungszeit: 05.03.2018-06.07.2018
Vorlesungsfreie Zeit: 07.07.2018-16.09.2018

2018/2019 Wintersemester:
01. September 2018-28. Februar 2019

Vorlesungszeit: 17.09.2018-01.02.2019
Vorlesungsfreie Zeit: 02.02.2019-03.03.2019
Weihnachtsferien: 22.12.2018-06.01.2019

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 8 - 22 Uhr im Sommersemester
Mo. - Fr. 8 - 21 Uhr im Wintersemester
Sa. 10 - 18 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
Vorlesungsfreie Zeit: siehe jeweiliger Aushang
Tag der offenen Tür

Nächster Termin: 9. November2018
weitere Infomationen
Studienberatung

Studentische Studienberatung
Smaida Brestrich + Sinja Gerwin
mittwochs: 14.00 - 15.30 Uhr

Beratung für ausländische Studierende
Christina Wang 
dienstags 14.30 - 16.00 Uhr

Allgemeine Studienberatung/Bewerbungsverfahren
Ariane Weidemann
Termine nach Vereinbarung unter:
ariane.weidemann@hks-ottersberg.de
Tel. 04205.3949-33
Ort: Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Praktikumsinformationszentrum (PIZ)

Anna Nau
montags, 14.30 - 16.00 Uhr
Verwaltung, 1. OG Campus Am Wiestebruch
PIZ-Büro

Hier geht es zum Login für die Datenbank:
LOGIN

Mehr Informationen zum PIZ hier

© HKS Ottersberg
© Joan Casellas

LebensWert Arbeit

4. Mai - 21. Oktober 2018

Performance-Walk Worpswede

ab 5. Mai 2018

Einstündiges Audio-Feature, das an 18 Hörstationen zu performativen Handlungen anleitet.

Kunst_Sommer_018

23. bis 29. Juli

© Wencke Wollschläger
Ein Bilderrahmen hängt an einem Baum; © Mara Atkins

Außerhaus in Rotenburg

Aus diesem Anlass des 30-jährigen Bestehen des Kunstvereins Rotenburg führt Prof. Michael Dörner ein Projekt des Ende 2017 verstorbenen Vorstandsmitgliedes Hermanus Westendorp mit Studierenden der HKS zu Ende.

Danza Integradora

Am 13. April 2018 fand an der HKS Ottersberg eine Lecture Demonstration und ein Tanzworkshop der besonderen Art statt - in Kooperation mit eigenARTig, dem Internationalen Festival für Tanzkunst.

Berühren und Festhalten

Berühren und Festhalten lautete das Thema eines Theaterprojekts, das Prof. Peer de Smit und Rée de Smit zusammen mit Studierenden der HKS im Herbst 2017 am AMEOS Klinikum durchgeführt haben.

Institut für Kunsttherapei und Forschung Das Institut für Kunsttherapie und Forschung, Kunst und Theater im Sozialen ist ein Ort der Begegnung von Kunst, Theater, Therapie und wissenschaftlicher Forschung.
Hochschule für Künste im Sozialen (HKS)

Am Wiestebruch 68
28870 Ottersberg

Tel.: 04205 - 39 49 0
Fax: 04205 - 39 49 79

info@hks-ottersberg.de
www.hks-ottersberg.de

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